Montag, 17. Oktober 2011

Shop-Tiere-Verkäufer

 
Kürzlich wurde veröffentlich, dass Blizzard zukünftig ein Haustier über den Shop verkauft, welches handelbar ist und ingame für Gold verkauft werden darf. Dies widerspricht der bisherigen Philosophie von Blizzard deutlich, aber sie sagten selber unter anderem, dass die Shop-Ware-Betrügereien einen Anteil an dieser Änderung des Denkens haben.

Ich berichtete hier im Blog schon davon. Das Ereignis liegt nun schon fast drei Monate zurück, und in der Zwischenzeit beobachte ich immer häufiger solche Verkäufer. Erstaunlicherweise sind es meistens Charaktere um Level 60 herum, 85er habe ich noch dabei erwischt, aber auch nie ganz niedrige.

In der Zwischenzeit glaube ich auch, dass diese Transaktionen über gehackte Accounts gemacht werden. Damals hatte ich noch die Meinung vertreten, dass man zivilrechtlich gegen die Täter vorgehen soll, bei einem gehackten Account bringt das natürlich nichts, weil man den Täter nicht ermitteln kann.

Ich habe mal einen dieser Verkäufer darauf aufmerksam gemacht, dass er gerade gegen die AGB von Blizzard verstößt. Die Antwort war nur "i don't understand, can you tell me this in english". Das unterstreicht die Hacker-Theorie, ich habe auf deutschen Server nur sehr selten Spieler getroffen, die kein Deutsch sprachen.

Ich melde in der Zwischenzeit jeden dieser Verkäufer sofort per Ingame-Ticket mit der Bitte, diesen Account zu überprüfen. Beim letzten mal dauerte es keine drei Minuten, bis sich ein GM bei mir meldete. Blizzard nimmt das Thema also ernst.

Ich sehe allerdings nicht, wie das neue, handelbare Pet diese Betrügermasche unterbinden kann. Die Betrüger zahlen ja nicht für die Shop-Ware. Meine Frage ist jetzt eigentlich, wie die Bezahlung des neues Pets abläuft. Wird die Ware erst rausgerückt, wenn die Zahlung wirklich erfolgt ist oder wie bisher vorher? Wenn es letzteres ist, was ich stark vermute, kann mit dem neuen Pet die Betrügerei ohne Verstoß gegen die AGB munter forgesetzt werden. Der einzige Unterschied ist, dass der GM dann wohl vermutlich das Gold zurückerstattet, weil der Käufer nicht mehr gegen die AGB verstoßen hat. Damit bindet sich Blizzard aber nur mehr Arbeit ans Bein, das kann doch eigentlich nicht das Ziel, sein. Die Betrüger machen ja weiter, weil sie darauf spekulieren, dass sie das Gold entweder schnell genug wegtransferiert haben (wie auch immer das geht) oder der Betrogene den Vorfall nicht meldet.

Keine Kommentare: